Wissenschaftliche Forschungen
Dem Plan der wissenschaftlichen Forschungsarbeit an der KSU liegen folgende Prioritäten zugrunde:
- Einführung innovativer Ansätze, Modernisierung, Steigerung des Nutzeffekts
- Weiterentwicklung des Qualitätsprüfungssystems und Vervollkommnung der Auswertungsprozedur von Forschungsergebnissen
- Suche neuer Wege zur Vereinigung von Forschung und Praxis und neuer Formen? der effektiven Wechselwirkung mit Industriezweigen
- Ausweitung und Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit.
- Die zweihundert Jahre alten Traditionen gestatten es, die Kasaner Staatsuniversität den russischen Spitzenuniversitäten gleichzusetzen.
 Der Lehrkörper der Universität zählt etwa 1100 hochqualifizierte Mitarbeiter, von denen 570 promovierte Dozenten (Kandidaten der Wissenschaften), und 242 Professoren mit Doktorgrad sind, die sich unmittelbar mit wissenschaftlichen Forschungen beschäftigen. Diese Kennziffern lassen die Kasaner Universität zu den besten Hochschulen des Landes zählen. Die Tätigkeit von etwa 300 Universitätsdozenten ist mit wissenschaftlichen Forschungsinstituten und Laboratorien verbunden, deren Personal etwa 300 Mitarbeiter zählt.
Von den Wissenschaftlern der Kasaner Universität werden jährlich über 4 000 Monographien, Artikel und Lehrmaterialien veröffentlicht, einschließlich 500 Veröffentlichungen im Ausland. Auf solchen Gebieten, wie Physik und Chemie, ist die Zahl der Veröffentlichungen im Ausland besonders hoch, und das ist ein eindeutiges Zeugnis der Spitzenposition der KSU unter den Universitäten des Landes. Auch im Ranking student research-to-graduate steht die Kasaner Universität sehr hoch, was ebenso von hohem Forschungspotential unserer Universität zeugt.
Die KSU bildet Fachleute in 50 Fächern und Fachrichtungen aus, hinzu kommen noch 77 Fächer der Graduiertenausbildung. Unsere Doktoranden nehmen an vielen Konferenzen und Seminaren teil, sowohl an russischen, als auch an internationalen; sie führen eigene Forschungen durch und veröffentlichen Berichte über deren Ergebnisse. An der KSU wirken 27 Dissertationsräte, und jedes Jahr werden etwa 230 Kandidaten- und 30 Doktorendissertationen verteidigt.
Die hochentwichkelte Forschungsinfrastruktur schließt folgende separate Institute ein:
Forschungsinstitut für Mathematik und Mechanik
Institut für Chemie
Sternwarte
Botanischer Garten
Zentrum für Informationstechnologien
Ausserdem führen spezielle Universitätseinheiten Forschungen auf dem Gebiet der Ökonomie, Kultursoziologie, Politologie und des Managements durch; der Elektrosynthese, der Verbindungen der aromatischen Reihe und der elektrochemischen Methoden zur Analyse von Pestiziden, der angewandten mathematischen Modellierung, der angewandten Hochfrequenzphysik, der numerischen Methoden beim Lösen von Optimierungsproblemen und des Klima-Monitorings.
Diese Infrastruktur schließt auch 25 moderne Laboratorien ein, von denen vier in den 50er Jahren und 10 zwischen 1960 und 1980 eröffnet oder wiedereröffnet wurden. Die Eröffnung weiterer 11 Laboratorien fiel in die für wissenschaftliche Forschungen in Russland ungünstigen 90er Jahre. Ausserdem hat die KSU wissenschaftliche Forschungsstationen in anderen Orten Tatarstans (geologische, archäologische, biologische und meteorologische Stationen), eine biologische Station am Weißen Meer, im Nordkaukasus und in der Türkei (astronomische Stationen).
Forschungen und Entdeckungen prominenter Wissenschaftler der Kasaner Universität führten zur Entstehung einer ganzen Reihe von nicht nur für Kasan und Russland, sondern für die ganze Welt neuen Forschungsgebieten. Die wichtige Bedeutung Kasans für die russische Bildung und Wissenschaft wird auch durch die Tatsache bestätigt, dass im 2. Weltkrieg fast alle Wissenschaftler und Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften der UdSSR nach Kasan gebracht wurden. Jahrzehntelang haben viele angesehene Mitglieder der russischen Akademie der Wissenschaften, der Akademie der Wissenschaften der Republik Tatarstan und anderer wichtiger Wissenschaftlerassoziationen zur Forschungsentwicklung an der Kasaner Staatsuniversität beigetragen.
Folgende Forschungsgebiete haben der KSU laut Erlasses des Präsidenten der Russischen Föderation den Sonderstatus "Führende Forschungsschule Russlands" gebracht:
- Resonanz- Spektroskopie kondensierter Medien;
- mehrfunktionelle azyklische und heterozyklischе Phosphor-Verbindungen mit unterschiedlicher Koordination;
- Astrophysik;
- Wechselwirkung von Atomen und Molekülen mit Strahlung und quanten-elektrodynamische Effekte in Strahlungsspektren der Atomsysteme
- Selektive Synthese von zur molekularen Feststellung und Selbstorganisation fähigen makrozyklischen Verbindungen
- Untersuchung der Molekül- und Spindynamik und der Quantenkohärenzrolle in lichtinduzierten Prozessen.
In Russland ist die KSU in erster Linie durch ihre Beiträge in der Entwicklung der Naturwissenschaften berühmt geworden, aber auch die Traditionen des Linguistik-, Geschichts- und Orientstudiums haben zum Ruhm der Universität beigetragen. In der postsowjetischen Zeit sind auch die ausserordentlichen Leistungen der Sozial- und Geisteswissenschaftler der KSU zur internationalen Anerkennung gelangt. Als wichtigstes Zentrum für das Studium der Völker Tatarstans und des Wolgagebiets sowie deren Kulturen nutzt die KSU ihr interdisziplinäres Potential zum Studium der Problematik des sozialen und kulturellen Übergangs im Rahmen mehrerer großer internationaler Projekten.
Jedes Jahr wird an der KSU in über 400 wissenschaftlichen Forschungsprojekten gearbeitet. Etwa die Hälfte von diesen Projekten wird aus Mitteln russischer und internationaler Organisationen finanziert, solcher, wie die Russische Stiftung zur Förderung der Grundlagenforschung, die Russische Stiftung zur Förderung von Geisteswissenschaften, International Science Foundation, the Ford Foundation, CRDF, INTAS, the Leverhulme Trust, Volkswagen-Stiftung, DFG u.a. Unter den Projekten sind auch die zur Umwelt- und Evolutionsforschung der Wolga und des Aralsees, des Zentralantarktis-Schnees, dynamischer Eigenschaften der polymeren Flüssigkeiten und NMR, des Problems der Verringerung von Erdölreserven in Erdölträgern, der potentiellen Xenobiotics im Wasser und in Lebensmitteln, der postsowjetischen kulturellen Transformation, des Problems der Toleranz und der Intoleranz in der postsowjetischen Presse.
Ein Sonderprojekt, welches von der Zivilen Stiftung zur Förderung von wissenschaftlichen Forschungen (CRDF) finanziert wird, sieht die Gründung des Zentrums "Stoffe und Technologien des 21. Jahrhunderts" vor, das neueste Forschungen und Studienpläne auf folgenden Gebieten entwickeln soll: medizinische Physik, Funk- und Fernsehverbindungen, Informationssicherheit, Pflanzenbiotechnologie, Molekularbiologie und Genetik, übermolekulare Chemie und Nanostrukturenchemie, Synthese neuer Laserstoffe, selektive Synthese von Stoffen, Elektronenstruktur, die Natur der kinetischen und magnetischen Eigenschaften und Hochtemperatur-Supraleiter.
In der KSU wurde auch ein sog. föderales Zentrum zur kollektiven Nutzung, an dem Wissenschaftler und Studierende verschiedener Fachrichtungen und Hochschulen mit modernen teuren Geräten und Ausstattungen arbeiten können, eingerichtet.
Der Verlag der Kasaner Staatsuniversität gibt viele wissenschaftlich-technische Zeitschriften heraus, die bekanntesten unter ihnen sind:
- Hochschulnachrichten (Izvestia VUZov): Mathematik (Russisch)
- Wissenschaftliche Beiträge der Kasaner Staatsuniversität (Russisch)
- Georesources: Scientific and Technical Journal (Englisch)
- Magnetic Resonance in Solids: Electronic Journal (Englisch)
- Environmental Radioecology and Applied Ecology (Englisch)
- Web Journal of Formal, Computational & Cognitive Linguistics (Englisch)
- Lobachevskiy Journal of Mathematics (Englisch)
- Informationssysteme und Funk- und Fernsehkommunikationen (Russisch).
Die Universität arbeitet mit vielen internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften zusammen. Seit 1995 werden in der Zeitschrift 'Ab Imperio' (Geschichte und Sozialwissenschaften) viele innovative Beiträge interdisziplinären Charakters sowie unikale Übersetzungen aus dem Englischen auf dem Gebiet der Sozial- und Kulturforschungen veröffentlicht.
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