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Tatsachen über die KFU
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Geschichte

Entdecker und Aufklärer

Am 5. November 1804 hat der Kaiser Alexander I. das Statut der Kaiserlichen Universität unterzeichnet. Dieses Datum gilt als Geburtsdatum der zweitältesten Universität Russlands, der zuteil wurde, von Anfang an eine tragende Rolle in der Entwicklung der russischen Wissenschaft, Bildung und Kultur zu spielen.

Seit ihrer Gründung war die Universität Zentrum des flächenmäßig sehr großen Kasaner Bildungsbezirks, zu dem das ganze Wolgagebiet, einschließlich Nizhniy Novgorod, sowie die Städte Yekaterinburg, Perm, Orenburg, Pensa and Tambov und solche Regionen, wie der Kaukasus, Ural, Sibirien und Ferner Osten gehörten. In den ersten hundert Jahren der Kasaner Universitätsgeschichte haben die Professoren der Universität, ihre Leitung und Absolventen einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung neuer Universitäten in Russland geleistet. So wurde der Professor Florinskij zum Leiter des 1885 gegründeten Westsibirischen Bildungsbezirks ernannt. Er hat 1888 die Universität in Tomsk eröffnet und war ihr erster Rektor. Der Medizin-Professor Rasumovskij wurde zum ersten Rektor der Universität Saratov (1909), und etwas später zum ersten Rektor der Universität Tbilissi (1918) ernannt. Darüber hinaus hat er einen großen Beitrag zur Gründung der Universität in Baku (1919) geleistet. Ende des 19. - Anfang des 20. Jahrhunderts standen die KSU-Absolventen an der Spitze der Moskauer Universität (Mathematiker und Astronom D. Perevostschikov), der Petersburger Universität (Botaniker Beketov), der Universität Charkov (Sprachwissenschaftler Karl Feugt) und der Universität Noworossijsk - Odessa (Geologe Golowkinskij). Der Medizinprofessor N. Buschmakin hat viel zur Gründung der Universität Irkutsk (1919) beigetragen. Der Absolvent der physikalisch-mathematischen Fakultät Prof. S. Saikin war der erste Rektor der Tschuwachischen Universität.

Die Universitätsgeschichte ist voll von Namen hervorragender Persönlichkeiten, die hier tätig waren und viele auf der ganzen Welt bekannte wissenschaftliche Einrichtungen gegründet haben. Seit 1920 wurden über 50 KSU-Professoren und Absolventen Mitglieder der Akademie der Wissenschaften der UdSSR und der Russischen Akademie der Wissenschaften. Viele von ihnen leiteten renommierte wissenschaftliche Forschungsinstitute. Es ist hervorzuheben, dass weitere fünf der ältesten Kasaner Universitäten als Tochteruniversitäten der KSU gegründet wurden. Auch heute nennen viele Professoren und Mitarbeiter der Medizinischen Universität, der Technischen Universität (frühere Hochschule für Flugwesen) und der Technologischen Universität (frühere Hochschule für Chemie und Technologien) die KSU ihr zweites Zuhause. Die Universität verkörpert die klassische Kultur im weitesten Sinne, selbst die aus dem 19. Jahrhundert stammenden Universitätsbauten sind ein Meisterwerk der klassizistischen Baukunst. Ursprünglich wurde die Universität im 1769 gebauten schönen Gebäude des Kaiserlichen Gymnasiums untergebracht, welches später mit einem Nachbarbau verbunden und umgebaut wurde und heute das Hauptgebäude der Kasaner Staatsuniversität ist. Während der Amtszeit des berühmten Mathematikers und Schöpfers der nichteuklidischen Geometrie Nikolai Lobateschewskij wurden die Gebäude des chemischen Labors, des anatomischen Theaters, der Bibliothek und der Sternwarte errichtet, die das klassische Ensemble der Universitätsbauten ergänzten. Später zog die geologische Fakultät in das Gebäude des theologischen Seminars aus dem 18. Jahrhundert. Im 20. Jahrhundert wurden weitere Universitätsgebäude errichtet, nämlich das Gebäude der chemischen Fakultät (in den 50er Jahren), und zwei Hochhäuser (in den 70er Jahren, das Gebäude der physikalischen Fakultät und das Lehrgebäude 2). Ausserdem wurden auch einige Studentenwohnheime und ein Gebäudekomplex für Kultur- und Sportveranstaltungen gebaut.

Die das Universitätsleben prägende Atmosphäre der schöpferischen Suche und der Phantasie hat schon immer das ästhetische Milieu und das künstlerische Schaffen beeinflusst. Gerade in der Universität nimmt das Kasaner Theater seinen Anfang, auch die Entfaltung der musikalischen Darbietungskunst ist der Universität zu verdanken. Große Meister der Musik halten es für eine Ehre, in der historischen Aula mit ihrer wunderbaren Akustik zu spielen.

Kasan ist eines der größten Zentren Eurasiens und ehemalige Hauptstadt des Kasaner Khanats, das als Ergebnis der Eroberung Wolga-Bulgariens von Khanen der Goldenen Horde, den Nachkommen Tschingis-Khans, entstand. 1552 wurde Kasan von Iwan dem Schrecklichen und seinen Heeren erobert, für das künftige Russische Reich war das ein Ereignis von größter Bedeutung. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich Kasan zum Aufklärungs- und Kulturzentrum für Russen, Tataren und für andere türkische und finnisch-ugrische Völker, die das Territorium zwischen Moskau und dem Ural besiedelten. Das heutige Wiederaufleben der tatarischen Sprache und Kultur, die wesentlich zur Entwicklung der modernen Russischen Föderation beigetragen haben, wird größtenteils durch die Beteiligung der Universität in allen Sphären der intellektuellen und sozialen Entwicklung Tatarstans realisiert.

Kasan ist eine Stadt mit einer hochentwickelter Wirtschaft und kultureller Vielfalt, so dass viele in der Russischen Föderation die Stadt als "Russlands dritte Hauptstadt" bezeichnen. Die jahrhundertelange Geschichte der friedlichen Koexistenz der christlich-orthodoxen Russen und moslemischen Tataren bereitet Kasan die Ehre, das östliche Bollwerk des Christentums und das nördlichste Kulturzentrum des Islams auf dem Planeten zu sein. Dieses Nebeneinanderleben von Kulturen ist dem modernen Zustand der städtischen Kultur zuvorgekommen: In der Stadt gibt es über 40 Hochschulen. Viele Theater und Sporteinrichtungen, moderne Industrien und eine sich schnell entwickelnde Tourismusinfrastruktur machen das Leben der Stadt dynamisch. Der Universität fällt eine ehrenhafte Rolle zu - sie trägt zur Entwicklung des staatsbürgerlichen Verantwortungsbewusstseins bei, indem sie aufschlussreiche Welt- und Harmonieauffassungen für die vielfältige Welt des Zeitalters der Globalisation liefert.




 
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